I. Burgaltendorfer Adventure Run
Adventure Run - zu deutsch Abenteuer-Lauf - dieser sportlichen Aufgabe über 20 Stunden stellten sich 23 Läufer und Lâuferinnen. Sie waren in 4 Teams aufgeteilt und stellten sich der extremen Herausforderung, 20 Stunden lang nach Möglichkeit immer einen ihrer Läufer auf der 5,5 km langen Strecke zu haben. Dazu sollte noch jeder Läufer auf seiner Runde Wasser aus der Ruhr entnehmen und in ein Sammelfass auf dem Kirchengelände umfüllen, denn der Adventure Run hatte auch eine humanitäre Seite. Ziel war es hier, den Verein NAK-Karitativ zu unterstützen, der u.a. Brunnenbauten in wasserarmen Ländern realisiert.
Die Teilnehmer waren im Gebäude der Neuapostolischen Kirche an der Holteyer Straße untergebracht, an der sich die schöne Strecke, die teilweise an der Ruhr entlang führte, anschloss. Hier hatte jedes Team einige Quadratmeter zur Verfügung, die sie selber mit Schlafsäcken oder ähnlichem ausfüllten. Die Läufer, unter ihnen sieben Frauen, wurden auch musikalisch von einem DJ während der 20 Stunden motiviert, der versuchte jeden Teilnehmer gut gelaunt auf die Strecke zu schicken.
Freitags um 17 Uhr fanden sich die Teams in der Kirche ein. Unter ihnen waren erfahrene Gebirgsläufer, Marathonteilnehmer, aber auch Hobby- läufer, die einmal ein etwas anderes Event bestreiten wollten. Um 18 Uhr schickte Organisator Holger Zepper dann die Läufer auf die Strecke, begleitet vom lauten Applaus der Zuschauer.
Diese erste Runde nutzten viele um die Strecke kennen zu lernen, da schon kurze Zeit später die Dämmerung hereinbrach. Jeder Läufer musste aber eine Kopflampe tragen, da es sonst auf den unbeleuchteten Wegen an der Ruhr zu gefährlich gewesen wäre.
In den Abendstunden zeichnete es sich schon ab, dass den Teilnehmern eine klare, aber bitterkalte Nacht bevorstehen würde. Und so wurde es auch deutlich, dass es ein Abenteuerlauf war, denn das Thermometer zeige nachts minus 7 Grad an. Während die Teams so langsam in den Laufrhythmus kamen, wurde ihnen eine heiße Suppe zum Abendessen gereicht. Heißer Kaffee und Tee wärmte nicht nur die Läufer die gerade ihren Laufeinsatz beendet hatten, sondern hielt auch die Organisatoren wach, die die Rundenzeiten in den Laptop eingaben und den Sanitätsdienst verrichteten. Gerade in den Nachtstunden patroullierten meist 2 Organisatoren mit Mountainbikes auf der Strecke, um dem einzelnen Läufer etwas Sicherheit zu vermitteln.
So musste diese Patroullie auch nachts den Bootssteg enteisen, an dem das Wasser aus der Ruhr entnommen wurde, weil dieser schon gefährlich glatt wurde.
Ein jeder Teilnehmer sehnte dann den Sonnenaufgang herbei, der endlich die Nacht beenden sollte und das Laufen dann wesentlich angenehmer machte. Die Sonne begleitete und wämte dann auch alle Akteure bis ins Ziel. Zuvor aber hatten sie die Möglichkeit ausgiebig zu frühstücken, denn viele liebe Hânde hatten Brötchen geschmiert, Eier und frischen Kaffee gekocht.
So kâmpften sie sich durch die letzten verbleibenden Stunden der Veranstaltung und f∏llten auch bis zur letzten Runde ihre Wasserflaschen randvoll mit Ruhrwasser, obwohl dieses zusâtzliche Gewicht den Lâufern, vor allem an der Steigung der Burgstra_e, doch hinderlich war. Aber sehr oft hàrte man den etwas hechelnden Ausspruch eines Lâufers, dass jeder Liter zâhlt.
Um kurz vor 14 Uhr am Samstag lief dann Ilka Banatzki als letzte Teilnehmerin unter lautem Beifall der Anwesenden ins Ziel und füllte den letzten Tropfen Wasser aus der Trinkflasche in das Sammelfass.
Um 14.15 Uhr erfolgte dann die Ehrung der Läuferinnen und Läufer, in der Holger Zepper noch einmal den Akteuren seinen vollen Respekt aussprach, dass ein jeder bei diesen Verhältnissen 20 Stunden lang durchgehalten hatte. Eine Medaille und eine Urkunde wurde zum Andenken und als Annerkennung überreicht und das Endergebnis verkündet.
874,5 Kilometer haben alle Akteure zusammen erlaufen und dabei 180 Liter Wasser gesammelt.
Durch Spenden sowie den Erlös aus dem Verkauf einiger Bilder und Artikel der Künstlerin Monika Meiland, die vor Ort ausstellte, floss eine fast vierstellige Summe in den Spendensack. Die Summe muss aber noch rund werden, stellte Holger Zepper fest, der dazu noch einmal einigen Sponsoren an der Jacke ziehen will.
Beim Verabschieden der Läufer kam dann des öfteren die Frage auf, ob es 2009 einen II. Adventure Run geben wird. So gut wie die Veranstaltung bei den Lâufern angekommen ist, stehen wir ja schon fast in der Pflicht, meinte Organisator Holger Zepper. Dann aber mit ein paar Änderungen….
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Sponsoren des Burgaltendorfer Einzelhandels ganz herzlich für die tolle Unterstützung bedanken. Ein großer Dank geht auch an alle, die zum guten Gelingen der Veranstaltung ihren Beitrag geleistet haben, sei es durch Spenden oder durch sonstige Einsatzbereitschaft.